Sehenswürdigkeiten in Moskau: 18 Tipps für deinen Aufenthalt

In Moskau kann man so viel machen, dass ich hier einen eigenen Beitrag gemacht habe um auch alles unterbringen zu können. Alles, weitere über Moskau, findest du hier.
Nach Moskau bin ich im Rahmen meiner Studienreise gelangt, über die ich hier bereits berichtete. Wenn ich also von „wir“ rede, meine ich die Studienreisegruppe.

Märkte

Shopping Center (European & GUM)

Moscow City (Hochhäuser)

Rundherum des Roten Platzes (Kilometer Null, Kremel, Lenin Mausoleum…)

Lomonossow-Universität

Sarjade-Park

Kostenlose Stadtführung

U-Bahn Stationen

Museen (Tretjakow Galerie & Kosmonauten)

Märkte

Preobrazhenskiy rynok (Markt)

Dieser Markt liegt etwas außerhalb und man muss von der nächsten U-Bahn Station auch etwas laufen. Die Adresse lautet Ulitsa Preobrazhenskiy Val 17, 107061 Moskau. Ich habe den Markt nicht auf Anhieb gefunden, da ich es mir falsch auf Maps.Me markiert hatte. Zum Glück hat mir ein netter Junge geholfen und mir kurz seinen Hotspot angemacht,

Dieser Markt ist ein klassischer Bauernmarkt und meiner Meinung nach auf jeden Fall einen Besuch Wert, vor allem, wenn du frisches Obst und Gemüse kaufen möchtest. Auch Nüsse, Süßigkeiten, Honig sowie vieles mehr sind dort zu finden.

Der Markt befindet sich auf dem historischen Gelände eines orthodoxen Kloster aus dem 18. Jahrhundert uns ist von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

Ich war Ende November dort und es war nicht so viel los. Während der Sommer- und Herbstmonate, wenn es noch wärmer ist, kann ich mir gut vorstellen, dass viel los ist.

Torgovyy kompleks / Izmayalovskaya Yamarka (Markthalle)

Ein weiterer Markt bzw. Markthalle, die ich besucht habe war die Izmayalovskaya Yamarka. Auch hier gibt es alles, was man von einem klassischen Markt erwartet. Zusätzlich kann man hier, auf der oberen Etage, auch Klamotten kaufen.

Auch dieser Markt war sehr authentisch. Falls du einen Besuch planst, auch hier unbedingt auf die Öffnungszeiten achten.

Danilovsky Market

Dieser Markt hat mir leider nicht so wirklich gefallen. Er war nicht wie die anderen, sondern sehr touristisch aufgebaut. Manche würden vielleicht das Wort „hipp“ benutzen. Ich wage zu behaupten, dass hier kein Russe einkaufen gehen würde.
Das merkte man vor allem auch an den Preisen und den angebotenen Artikeln. Sehr auf Touristen ausgelegt, das Obst hatte keine einzige Delle, es reihte sich Restaurant an Restaurant und es gab dass, was man im Internet findet, wenn man „Mitbringsel Russland“ eingibt.

Es war einfach ein so krasser Unterschied zu den anderen beiden Märkten, die ich vorher besuchte. Nichts wie weg.

Shopping Center

European Shopping Center

In Russland ist eigentlich alles größer, scheinender, strahlender. So auch dieses Shopping Center. Es ist einfach mit der U-Bahn zu erreichen. Es erstreckt sich über super viele Etagen. Wer shoppen gehen möchte ist hier auf jeden Fall richtig aufgehoben.
In der Mitte des Zentrums gibt es sogar einen riesigen Brunnen, mit Wasserspielen und Lichtershow.

GUM

Das GUM, das auf russisch Glawny Uniwersalny Magasin und deutsch Hauptwarenhaus heißt, ist ein riesiges Einkaufszentrum, direkt am roten Platz gelegen. Dort findet sich alles, was man sich nur wünschen und mit Geld bezahlen lässt.

Einkaufszentrum GUM
Einkaufszentrum GUM

Mit dem „bisschen Kleingeld“ ist man hier nicht gut bedient. Auf der unteren Etage reihen sich die teuersten Geschäfte aneinander. Je mehr Etagen man nach oben geht, desto „billiger „wird es.

Für einen Dekomuffel wie mich war der erste Besuch ein regelrechter Schock. Da ich zur Weihnachtszeit dort war (Ende November/Anfang Dezember) war das Gebäude von außen mit einer Vielzahl an Lichterketten und innen mit jeder Menge Weihnachtsbäumen und Pappaufstellern geschmückt. Es war echt der Wahnsinn.
Innen war es nicht nur ein bisschen geschmückt, nein, es war überall und auf jeder Etage irgendwas dekoriert. Es hat mich im ersten Moment echt erschlagen.

Moscow City (Hochhäuser)

Moscow City
Moscow City

Moscow City heißt ein Stadtviertel, in dem einige Hochhäuser stehen. Die Hochhäuser, in denen hauptsächlich Büroräume sind, kann man am besten vom rechten Moskwa-Ufer bestaunen. Auch kann man in einem der Hochhäuser mit dem Fahrstuhl hoch fahren. Da das jedoch  recht teuer (1000 Rubel, ~15€). Daher habe ich nur den Anblick von unten genossen.

Wenn du Moscow City anschauen möchtest, dann geh unbedingt wenn es schon dunkel ist. Die Hochhäuser sehen dann einfach toll aus.

Rundherum des Roten Platzes

Roter Platz mit Basilius Kathedrale

Der rote Platz befindet sich direkt neben dem Kreml und ist eines DER Sehenswürdigkeiten in Moskau.
Dabei bezieht sich sein Name „rot“ nicht nur auf die Bauwerke, die allesamt rötlich sind. Nein, eigentlich auf das Wort „schön“, somit eigentlich „schöner Platz“.

Basilius Kathedrale
Basilius Kathedrale

Ursprünglich hatten im russischen die Worte schön und rot die gleiche Bedeutung. Nach und nach verlor das Wort jedoch die Bedeutung „schön“.
Heute sind die Worte sehr ähnlich. Rot heißt „krasny“ (kyrillisch: красный) und schön krasivyy (kyrillisch: красивый).

Am südlichen Ende des roten Platzes steht eines der Wahrzeichen Moskaus, die Basilius Kathedrale.
Der eigentliche Name der russisch-orthodoxen Kathedrale lautet Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kathedrale am Graben.
Man hatte jedoch früher Schwierigkeiten die gesamte Kathedrale im Winter zu heizen. Um trotzdem beten zu können wurde nur der kleinste Zwiebelturm beheizt, der Basilius genannt wurde.
So bürgerte es sich ein, zu sagen „gehen wir zum Basilius“ oder „Ich gehe beten zum Basilius“. Nach und nach verwendete man den Namen für die gesamte Kathedrale. Der kleinste Turm sieht übrigens aus wie ein Kaktus :D.

Ich habe die Kathedrale nicht von innen besichtigt, obwohl ich denke, dass sie auf jeden Fall einen Besuch Wert ist. Zur Zeit wird sie als staatliches Museum für Geschichte genutzt.

Kilometer Null und Auferstehungstor

Das Auferstehungstor begrenzt den roten Platz im Nordwesten. Seinen Namen hat es durch die Darstellung der Auferstehung von Jesus auf dem Tor. Das originale Tor wurde 1534 erbaut, jedoch unter der Herrschaft von Stalin wieder abgerissen. Man brauchte damals mehr Platz für sowjetische Zeremonien. So wie das Tor heute steht wurde es 1994-95 erneut aufgebaut.

Direkt davor, außerhalb des roten Platz ist der „Kilometer Null“. Das ist ein Stern aus Messing in den Boden eingelassen. Es ist zwar nicht der geometrische Null-Kilometer von Russland, dennoch wird er so genannt. Er bezieht sich nämlich mit den Entfernungstabellen auf das Autobahnnetz Russlands.
Man sagt, wenn man sich mit dem Rücken zum Stern stellt, eine Münze über die Schulter wirft, sich dabei etwas wünscht und diese in der Mitte landet, man den Wunsch erfüllt bekommt.

Aufgrund meiner (nicht-vorhandenen) Wurf-Fähigkeiten habe ich das lieber nicht gemacht.

Kreml

Der Kreml ist der Mittelpunkt von Moskau, da er der älteste Teil der Hauptstadt ist.
Seid dem 13. Jahrhundert ist er das politische Zentrum von Russland. Heute ist er Regierungssitz des Präsidenten und auch einige Museen befinden sich dort.

Wir haben von der Universität, die wir besuchten (Nachzulesen hier) eine Führung durch den Kreml erhalten. Da die Führung auf deutsch war, konnte ich alles gut verstehen und fand es super interessant viele Hintergründe über die Gebäude zu erfahren.
Besonders in Erinnerung geblieben, ist mir die Geschichte hinter der riesigen Zarenglocke, die dort ausgestellt ist. Denn die Glocke hat noch nie geschlagen.
Damals war es wohl übrig, dass bei einem Machtwechsel, der neue Machthabende eine größere Glocke gießen ließ. Die Glocke wurde damals gegossen, jedoch ereignete sich ein großer Brand und die Gerüste der Glocke verbrannten.
Durch die Hitze sprang die Glocke und ein Stück ist hinaus gebrochen.

Sehr schick fand ich vor allem die Mariä-Verkündigungs-Kathedrale.

Der Kreml ist mit seinen 27,5 Hektar riesig. Es kann zwar nicht alles besichtigt werden, und auch hier staffeln sich die Preise, je nach dem was man alles besichtigen möchte, dennoch sollte man sich etwas Zeit nehmen.

Grabmal des Unbekannten Soldaten und immerwährende Flamme

Das ist eines der Kriegsdenkmäler in Moskau. Es soll an die nicht identifizierbaren Toten aus den Kriegen erinnern.

Es gibt zudem eine Ehrenwache, die stündlich wechselt. Zur vollen Stunde sollte man daher unbedingt mal vorbeischauen.

Zudem gibt es noch 13 Blöcke, mit Namen der Städte, in denen besonders viele Menschen während des zweiten Weltkrieges gestorben sind.

Lenin Mausoleum

Im Lenin Mausoleum ist, wie der Name schon sagt die aufgebahrte Leiche von Lenin zu sehen.
An bestimmten Tagen kann man dort kostenlos einen Blick hinein erhaschen. Daher unbedingt die Öffnungszeiten beachten.

Der Körper wurde 1924 alle Weichteile einbalsamiert. Später stellte man dann jedoch fest, dass die Konservierungsmethode versagt hatte. Es wurde versucht, den Körper zu erhalten und seid Anfang des 21. Jahrhunderts wird sogar alle zwei Wochen kontrolliert, ob alles noch so ist, wie es sein soll. Das Gehirn wurde übrigens für wissenschaftliche Untersuchungen entfernt.
Der Aufwand rund um den Erhaltung des Körpers beträgt 1,5 Millionen $ pro Jahr.

Ich fand es zwar irgendwie gruselig, da es in dem Gebäude recht dunkel ist, nur mit rötlichem Licht und überall Wachen stehen. Irgendwie ist es aber auch interessant, ich kann aber nicht genau beschreiben wieso.
Besonders aufgefallen ist mir, dass die eine Hand offen daliegt und die andere zur Faust geballt ist.
Sofern du keinen Ekel davor hast würde ich dir unbedingt empfehlen dort hin zu gehen. Ich habe es keineswegs bereut.

Lomonossow-Universität

Lomonossow-Universität
Lomonossow-Universität

Das ist die staatliche und gleichzeitig auch größte Universität Moskaus. Die Universität an sich ist nicht so spannend, aber das Gebäude ist einfach der Wahnsinn. Es liegt etwas außerhalb und man muss auch von der U-Bahn Station einige Minuten laufen. Das war es aber definitiv wert.

Das Gebäude wirkt eher wie ein majestätisches Schloss, nicht wie eine Universität. Solche Gebäude gäbe es in Deutschland nicht, da man hier gar nicht wüsste, wie man die füllen soll. Ich war wahrlich beeindruckt.

Empfehlen würde ich dir auf jeden Fall im dunkeln hinzugehen. Ich war dort, als es bereits dunkel war und die Fenster und Bögen waren wirklich toll beleuchtet. Für das Foto musste ich ein ganzes Stück weggehen, damit die ganze Universität drauf passt.

Sarjade-Park

Der Sarjade-Park hat eine ganz eigene Geschichte. Denn hier stand zu Zeiten der UdSSr bis 2006 das größte Hotel Europas. Es konnte pro Nacht bis zu 5.000 Gäste beherbergen.
Heute befindet sich dort ein Park, der die vier Vegetationen, Tundra, Steppe, Wälder und Auen, Russlands zeigt.

Der Park ist sehr zentral, nahe des Kremls und des roten Platzes gelegen. Daher kann man von den Erhöhungen auch wunderschön ins Zentrum schauen.
Auch gibt es im Park die „flying Bridge“, wobei ich das eher Abschussrampe für nervige Kinder nennen würde.

die Aussicht von der flying bridge in Moskau
die Aussicht von der flying bridge in Moskau

Denn diese spezielle Brücke ragt nur einige Meter über den Untergrund hinaus. Daher, wenn man dem Kind ausreichend Schwung gibt, kann man es auf den Mond schießen (meine Mutter hat das früher immer gesagt, wenn sie genervt von uns Kindern war).
Nichts desto trotz hat man von der Brücke eine wunderschönen Blick auf die Gebäude und Kathedralen der Innenstadt.
Auch hier empfehle ich, bei Nacht hinzugehen. In Moskau ist einfach alles beleuchtet, was echt schön aussieht.

Kostenlose Stadtführung

Wie so oft gibt es in Moskau auch kostenlose (und kostenpflichtige) Stadtführungen.
Ich habe auch an einer teilgenommen, da man dadurch oft nochmal ganz andere Einblicke und auch ein paar geschichtlichen Hintergründe erfährt.
Die Tour hat mir sehr gut gefallen und ich kann sie nur weiterempfehlen.

Ein Teilnehmer der Tour frage, wieso es in Moskau so viele Kathedralen gibt. Der Tourguide meinte, dass Russen bei wichtigen Ereignissen (Hochzeite, Machtwechsel, Geburten) Kathedralen bauen würden. Um hierbei die eigene Macht bzw. den Wohlstand zeigen zu können, wurden die Kathedralen teilweise größer und größer.

Alles zu der Stadtführung, an der ich teilnahm findest du hier.

Denkmal zum 300. Jahrestag der russischen Flotte und Park der Künste

Vom Park der Künste war ich absolut überrascht. Dort sind auf einer großen Fläche viele verschiedene Staturen ausgestellt. Einige sehr beeindruckend, einige nicht so. Dennoch war es toll durch den Park zu laufen und mal hier mal da eine neue Statur zu entdecken.
Besonders cool fand ich (für die Harry Potter Fans unter uns) den Stein der Weisen.

Oberhalb des Flusses steht zudem ein riesiges Denkmal (wirklich riesig) zum Gedenktag des 300. Jahrestages der russischen Flotte. Im dunkeln wirkte das beeindruckend und leicht gruselig zugleich. Leider sind alle meine Bilder recht verschwommen :/

U-Bahn Stationen

Die U-Bahn habe ich ja schon in meinen anderen Beiträgen lobend erwähnt. Nicht nur der Takt der Bahnen ist super, sondern auch die U-Bahn-Stationen an sich sind hübsch anzusehen.

die Moskauer U-Bahn
die Moskauer U-Bahn

Viele der Stationen sind künstlerisch sehr aufwendig gestaltet, mit Mosaik, Staturen oder Gemälden. Auch sind dort riesige Kronleuchter installiert.

Prinzipiell ist zu sagen, dass die Stationen der Ring Linien besonders schön sind.
Hier aber auch nochmal eine kleine Auflistung der schöneren Stationen:

  • Komsomolskaja
  • Majakowskaja
  • Park Pobedy
  • Kiewskaja
  • Dostojewskaja
  • Kijewskaja
  • Nowoslowskaja

Museen

In Moskau gibt es unglaublich viele Museen. Alle zu besuchen würde mit Sicherheit mehrere Wochen dauern.
Ich habe jedoch folgende zwei besucht.

Tretjakow-Galerie

Diese Galerie beherbergt unzählige Werke der Malerei, Graphik und Bildhauerei. Allein die Anzahl von rund 140.000 Werken ist unglaublich. Es sind auch einige sehr alte Werke dabei, deren Erhalt sogar noch ziemlich gut ist.

Ich war teilweise wirklich beeindruckt von den Werken. Einige wirkten wie fotografiert und man sah erst, wenn man sehr nah herantritt die Pinselstriche.

Der Eintritt liegt bei 500 Rubel (~7,50€). Leider gibt es die Studentenpreise nur für russische Studenten

Kosmonautenmuseum

Das Kosmonautenmuseum liegt zwar etwas außerhalb, ist (wie so fast alles) sehr gut mit der U-Bahn zu erreichen.
Der Eintritt kostet für Erwachsene 250 Rubel (~3,70€). Fotos machen zu dürfen kostet eine extra Lizenz.
Dennoch ist das Museum auf jeden Fall einen Besucht wert. Schon von außen beeindruckt es durch seinen Aufbau. Denn es befindet sich unter dem Monument „den Eroberern des Weltraums“, welches 110 Meter hoch ist und ganze 250 Tonnen wiegt.

Innen befindet sich eine riesige Ausstellungsfläche, auf der man sehr viele original Exponate aus dem russischen Raumfahrprogramm bestaunen kann. Die Infotafeln sind mit englischer und russischer Sprache ausgestattet.

Toll fand ich, dass man in einen Teil eines Raumschiffes reingehen konnte und sah, wie es aussieht und wie es sich anfühlt, dort drinnen zu sein.

Ich war über zwei Stunden drin und würde einen Besuch auf jeden Fall empfehlen.

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